„Ein kunterbuntes Fest setzte Zeichen für Vielfalt und Respekt – Thor Steinar muss weg!“

Ein Beitrag von der Linken-Webseite Pankow: Rund 1000 Besucher/innen setzten mit dem Straßenfest unter dem Motto „Für Vielfalt und Respekt – Thor Steinar muss weg“ ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus. Rednerinnen und Redner des Festes auf dem Antonplatz brachten ihren Protest gegen den nur wenige Schritte vom Fest entfernten Thor Steinar-Laden in der Berliner Allee 11, der die bei Neonazis beliebte Kleidermarke Thor Steinar verkauft, deutlich zum Ausdruck. Eine Performance mit Trommeln und Buchstaben- Schildern, die Fest-Besucher/innen über ihren Köpfen hielten, ergaben die Schriftzüge „Ganz Weißensee hasst Nazis“ und „Ganz Weißensee liebt Vielfalt“. Wie bunt und vielfältig Weißensee ist, zeigten ein Theaterstück und die Rede- Beiträge zum Thema „Mein Weißensee“. Verschiedene Weißenseer/innen – Künstler/innen, Antifa-Aktivist/innen, Dozent/innen der Kunsthochschule – sprachen über ihre persönliche Verbindung zu und Wahrnehmung von ihrem Kiez. An Info-Ständen konnten die Besucher/innen sich u.a. über die Hintergründe von rechtem Lifestyle und möglichen Protestformen dagegen, über Alltagsrassismus und Beteiligungsformen im Kiez informieren. Mit einem kunterbunten Programm für Jung und Alt war das Fest ein Ort des Austausches zwischen Anwohner/innen und Aktivitst/innen des Bündnisses gegen den Thor Steinar-Laden sowie Akteur/innen des Lokalen Aktionsplans (LAP), der Vereine, Initiativen und Netzwerke bei der Förderung von Demokratie und Respekt, gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierungen jeglicher Art unterstützt.

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Viel los am Wochenende

Die Linken in Berlin starten nach dem aufregenden Parteitag in Göttingen so richtig durch. Als Auftakt von einer Reihe von Konferenzen gibt es zunächst die stadtpolitische Konferenz in Kreuzberg. Wie wollen wir leben – ist die große Fragestellung und wie können Linke auf kommunale Prozesse Einfluss nehmen.

Auch am Samstag findet das Fest „Grenzen überwinden“ auf dem Antonplatz statt. Das als bunte und kreative Demonstration gegen den Thor-Steinar-Laden und gegen die Nazis und ihr Agieren in Weissensee und anderswo gedachte Fest wird von den Linken natürlich unterstützt.

Der Sonntag steht für Berliner Linke ganz im Zeichen des Landesparteitages im Ramada Hotel in der Nähe des Alex. Der neue Bundesvorsitzende Bernd Riexinger kommt zum Antrittsbesuch. Gegenseitiges kennen lernen steht dabei sicher im Mittelpunkt.

2.Update: Piraten und die Nazis

Logo Piratenpartei DeutschlandDie aufstrebende Partei „Die Piraten“ sind ja wirklich sympatisch. Wie sie mit aufkommenden Problemen umgehen, da können wir uns was abschauen. Aber der Verdacht, auch ein Sammelbecken für den Rechtsextremen und den Neonazis nahe stehenden Bürger*innen zu werden, hält sich hartnäckig. So cool und offen zu sein, hat auch seine Grenzen und stellt die junge Partei vor einer Zerreißprobe. Die parlamentarische Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband, stellt in ihrem Beitrag einiges klar.

Potemkin fasst die Situation zusammen und hier der offene Brief des Berliner VVN-BdA e.V an die Piraten.

1.Update: Berliner Oberpirat bezeichnet Blockaden gegen Nazis als Nazimethoden. Der Widerstand gegen Semken wächst. 2.Update: Ein Anderer vergleicht den Aufstieg der Piraten mit dem Aufstieg der NSDAP von 1928-33 und tritt nach heftiger Medienschelte von seiner Kandidatur zurück. Vergleiche sind in diesen Tagen höchst gefährlich für das Spitzenpersonal der Piratenpartei.

Es geht auch anders: Dortmunder Modell

KEIN BOCK AUF NAZIS!Seit in Dortmund ein neuer Polizeipräsident das Sagen hat, geht es in Sachen Naziaufmarsch-Gegendemo-Rolle der Polizei anders lang. Nicht nur, dass sich die Ordnungskräfte eindeutig positionieren, damit Haltung zeigen und maßgeblich zur tatsächlichen Eskalation beitragen, sondern sie machen es den Nazis echt schwer, ihre Märsche abzuhalten. Definitiv beispielgebend für alle anderen Kommunen sind die kreativen Hürden, die dem braunen Mob Einhalt gebieten, die Solidarisierung mit den Antifaschisten und unorthodoxe Anwendung der rechtsstaatliche Mittel zur Durchsetzung des Demonstrationsrechtes. weiterlesen