Offener Brief und Demo

Passend zur heutigen Sitzung der BVV hat die Initiative Pankower Ratschlag, ein  Zusammenschluss von Betroffenen, Bürgerinnen und Bürger mit verschiedenen Interessen, Nutzenden von bedrohten Kultur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen des Bezirkes, Senioren und Seniorinnen, Kiezvereine, Jugendliche, Kulturschaffende und sozial engagierte Menschen unterschiedlichster Hintergründe, einen offenen Brief mit einem weitergehenden Forderungskatalog an die politisch Verantwortlichen verfasst. Der Ratschlag, die Linke Pankow sowie weitere bedrohte Einrichtungen in Prenzlauer Berg und Mitte rufen zusätzlich zur Demonstration „Wir bleiben alle“ am Freitag, den 27.04. ab 17.30 Uhr auf. Beginn ist an der Wabe bereits um 15.00 Uhr mit einem bunten Kulturprogramm. Danach geht es zu verschiedenen Einrichtungen, über den Mauerpark zum Rosenthaler Platz.

Vertreibung und Sponsoring

Wie sich die Stadt verändern wird und wie der Senat seine „Metropolenpolitik“ vorantreibt, zeigen zwei Ereignisse in diesen Tagen. Einerseits wird beim Tacheles konsequent auf Vertreibung gesetzt und anderseits ein „kulturelles“ Engagement eines Großkonzerns (BMW-Guggenheim-Lab) politisch verteidigt. Hier der Zusammenhang.

Passend dazu ein Kommentar von Jakob Augstein: Die Ideologie der Starken

Update: Noch ist gar nichts gerettet- DEMO AM MITTWOCH

Griechische Wochen in Pankow - DEMO gegen Kulturabbau!Am Mittwoch, den 17.3. vor BVV Saal Prenzlauer Berg, Fröbelstraße 17  Griechische Wochen in Pankow

— sich auch mal eine Scheibe PANKOW gönnen —

D E M O N S T R A T I O N

Talk  „unter der Totenhalle“ mit vielen Prominenten Gästen anlässlich der geplanten Verabschiedung des Haushalts inkl. Kultur- & Sozialkürzungen als Bonus. Dies ist die vorerst letzte Gelegenheit den Mitgliedern der BVV die Tragweite ihrer Entscheidung klar zu machen.

Sören Benn und Michael Nelken erklären zur aktuellen Situation: Statt neuer Liegenschaftspolitik und hier der Entwurf zum Doppelhaushalt und die zugehörigen Zahlen

Hier die aktuelle Erklärung des Pankower Ratschlages zur Pk von SPD/Grüne und weitere Aufrufe zum Protest und zur Demo am Mittwoch von Kinder-und Jugendprojekten in Prenzlauer Berg, die ebenfalls bedroht sind.

Erklärung von van der Meer: hier

Rot/Grün verscherbeln das Tafelsilber und verkaufen es als Rettung

ich möchte mir hier kurz mal Luft machen und Euch informieren was der Sinn der BVV Kosten-Leistung-Rechung in Pankow ist.

Hier der Text der Presseeinladung der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Grüne:

„Pankows Einrichtungen gerettet! Nach intensiven Haushaltsberatungen in der Pankower Bezirksverordnetenversammlung werden die SPD-Fraktion und die Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Pankower
bezirklichen Einrichtungen auch zukünftig weiter betrieben werden können.
Die Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen und SPD erklären dazu:
Es ist uns gelungen den Kahlschlag der Sozial-, Kultur- und
Jugendeinrichtungen abzuwenden. Trotz fehlender Millionen in der Zuweisung
des Senats an den Bezirk werden die vorhandenen Mittel effektiver und zum
Nutzen der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt.
Durch die Übertragung des Verwaltungsstandortes in der Fröbelstraße und
weiterer Standorte wird der Bezirk wieder seine finanziellen
Handlungsmöglichkeiten zurückgewinnen. Die Abgabe in Erbbaupacht für eine
gemeinwohlorientierte Entwicklung des Geländes in der Fröbelstraße und die
zeitweise treuhänderischer Verwaltung durch den Liegenschaftsfonds Berlin
entlastet in hohem Maße den bezirklichen Haushalt. Mit den frei werdenden
Mitteln können wir die bezirklichen Einrichtungen zum allergrößten Teil
erhalten. Wir müssen deshalb auch in Zukunft auf unsere Solitäre wie die
Gartenarbeitsschule oder das Theater unterm Dach nicht verzichten.                              Wir laden Sie hiermit zur Pressekonferenz am Montag, dem den 12.3. um 11:00 Uhr in den großen Ratssaal im Rathaus Pankow, Breite Str. 24A, 13187 Berlin ein. Den gemeinsamen Entwurf für die Beschlussempfehlung zum Bezirkshaushaltsplan werden wir Ihnen umfassend erläutern.“

= Kurz und simpel ausgedrückt heißt das: wir verkaufen alles was wir noch an wichtigen Gebäuden in lukrativen Gegenden in Pankow haben, zahlen dort wieder Miete an Investoren/Gewerbetreibende bis  wir uns diese auf diesem freien Markt nicht mehr leisten können.  Wenn sich dann die Off-Kultur, wie das Theater unterm Dach bspw., die Miete nicht mehr leisten kann, dann müssen sie eben  entweder ihr Angebot an ein Niveau wie „Deutschland sucht den Superstar“, etc. anpassen, damit sie sich die Miete verdienen, oder wo anders kreativ sein. So wird lukrativer Wohnraum für Leute frei, die sich ein Leben in einem „neuen“ Pankow leisten können.
Nach einigen Ausschuss-Sitzungen zum Thema Haushaltsplan 2012/2013 bin ich immer noch schockiert, wie sich ein Bezirk (Kopf-nickend) selbst verkauft und dies als Rettung anpreist.
Grüße Jasmin

Flugblatt Kultur Not Pankow

Das ist das aktuelle Flugblatt im Rahmen des Protestes gegen die massive Erosion der Kultur und Bildung im Bezik Pankow mit etlichen Hinweisen zu aktiver Teilnahme an physischer und mentaler Intervention.

Kommen Sie mit Freunden und Familie zu diesem Termin:
Mittwoch, 14.03.2012 ab 16:30 Uhr
Protestveranstaltung vor dem BVV-Gebäude
und anschließend:
Mittwoch, 14.03.2012 ab 17:30 Uhr
Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
Auf dem Bezirksamtsgelände Fröbelstraße 17, Haus 7.
Hier soll der Kahlschlagshaushalt verabschiedet werden.