Bedingungsloses Grundeinkommen – ein progressives Konzept mit neoliberalen Fallstricken?

Eine Veranstaltung der BO Valentin in der Partei Die Linke mit Ronald Blaschke

OrdnerInnenbändchen_BGE_Berlin_2013

von stanjourdan from Paris, France [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)%5D, via Wikimedia Commons

03. März 2016, 19:30 Uhr in der Kulturkantine, Saarbrücker Straße 24, Haus C, 10405 Berlin

Seit über einem Jahrzehnt steht die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens immer wieder im Fokus der Diskussion über eine grundlegende Reform der sozialen Sicherungssysteme im „postfordistischen“ Zeitalter, und das weit über Deutschland hinaus. Von progressiven gesellschaftlichen Akteuren wird das emanzipatorische Potenzial des BGE betont: Die grundsätzliche Befreiung vom Arbeitszwang werde in der Tendenz auch zu einer Befreiung in der Arbeit führen und die Verhandlungsmacht derer stärken, die über keine anderen Ressource als ihre Arbeitskraft verfügen.

Es gibt allerdings auch von neoliberaler Seite vorgeschlagene BGE-Modelle, die explizit auf einen Abbau der anderen, beitragsfinanzierten Sozialsysteme wie der gesetzlichen Rentenversicherung hinauslaufen (etwa Thomas Straubhaar vom HWWI).

Die konkreten vorgestellten Modelle unterscheiden sich stark voneinander, und der Teufel steckt offenbar vielfach im Detail. Wir wollen am 03. März unter anderem die Frage diskutieren, wie das emanzipatorische Versprechen des Bedingungslosen Grundeinkommens zu einem politischen Programm werden kann, ohne dass dabei ungewollt Teile einer neoliberalen Agenda mit übernommen werden.

Mit Ronald Blaschke konnten wir dafür einen exzellenten Kenner der verschiedenen BGE-Modelle sowie artverwandter Grundsicherungsmodelle als Diskutanten gewinnen. Wir möchten Sie/ Euch herzlich dazu einladen. (PB)

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