Die Linke Pankow: 15. Lichterkette zum 68. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

am Freitag, den 25. Januar 2013, um 18:00 Uhr, vor dem ehemaligen jüdischen Waisenhauses in der Berliner Straße 120, Nähe S- und U-Bahnhof Pankow

„Für ein tolerantes und gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus“

anschließend um 19:00 Uhr Gedenkkonzert mit Karsten Troyke und Walfriede Schmitt in der Pankower Kirche

Rundgang zu Stätten jüdischen Lebens in Pankow am 68. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Treffpunkt am Sonntag, den 27. Januar, vor dem ehemaligen jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121, Nähe S- und U-Bahnhof Pankow

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Ist der Dichter ganz dicht?…

Günter Grass (Foto: Christoph Müller-Girod /CC BY-ND 2.0)

Foto: Christoph Müller-Girod /CC BY-ND 2.0

…fragen sich ganz viele in der deutschen Öffentlichkeit, nachdem Günter Grass ein Gedicht zum Verhältnis Israel-Iran verfasst hat. Die Taz unterstellt ihm Unaufrichtigkeit. Der israelische Gesandte will im Namen seiner Botschaft die Rolle nicht übernehmen, die  „Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist“. Wolfgang Gehrke von der LINKEN sagt, Grass habe Recht und stößt mit Sicherheit auf geteilte Meinungen innerhalb der Partei. Und der Landesvorsitzende von Sachsen Anhalt, Matthias Höhn, sagt dazu:

1. Was hier zu einem längst überfälligen „mutigen“ Tabubruch stilisiert wird, nämlich Israel zum Kriegstreiber zu erklären, ist deutscher/publizistischer Alltag – leider. (Das ZDF widmete dieser Botschaft kürzlich 45 Minuten.)

2. Die Tatsache, wer hier diesen angeblichen Tabubruch praktiziert, halte ich immer noch für eine Zumutung.

3. Dass meine Partei genauso wie Grass Israel unterstellt, es wolle das iranische Volk „auslöschen“, macht mich atemlos.

4. Es ist kein Zeichen von „Verbundenheit“, staatlichen Antisemitismus zum „Maulheldentum“ einzelner zu machen, sondern das Gegenteil.

5. Die immer wieder vorgetragene Unterstellung, israelische Politik dürfe angeblich nicht kritisiert werden, bedient antisemitsiche Ressentiments.«

Kommentare aus der FAZ und bei Publikative

Ashton vergreift sich völlig im Vergleich

Die EU-„Aussenministerin“ Ashton verglich die Terrorakte gegen jüdische Schulen in Toulouse mit getöteten Kindern im Gazastreifen. Antisemitischer Reflex und politische Relativierung können ihr vorgeworfen werden.

Der Chef der SPD spricht im Zusammenhang mit Israel von einem Apartheidsregime, der iranische Präsident Ahmadinedschad leugnet im deutschen Fernsehen den Holocaust – und die EU-Außenbeauftragte Ashton missbraucht die Opfer des Anschlags auf eine jüdische Schule in Frankreich, um Israel auf die Ebene des Staatsterrorismus zu ziehen. Europa – ganz alt.“ 

Dazu der Beitrag von Publikative.org.

Finkelstein zetert, Verwirrung und Empörung unter den Israelkritikern

Die Anti-Israel-Front, zu der sich ja immer auch Teile der Linken bekennen, bröckelt. Norman Finkelstein, der in der Szene über eine gewisse Reputation verfügt, rechnet mit der Israel-Boykottbewegung ab (»albern, kindisch, linkes Getue«) und stellt die längst überfällige Frage: »Wollt ihr den Konflikt lösen oder Schrecken im Herzen jedes Israelis säen?« Mit dieser Kritik aus den eigenen Reihen, die die ganze Unsinnigkeit der Aktionen noch einmal vor Augen führt, könnte Bewegung in die Doktrin der unsäglichen Organisation kommen. Diese Art von Selbstreflexion war man aus dieser Ecke gar nicht gewohnt. Zu hoffen ist, das sich die Akteure des Boycott, Divest, Sanction (BDS) diese moralische Bankrotterklärung auch zu Herzen nehmen und die erforderlichen Konsequenzen ziehen. Mehr Lesen

Linkspartei Heuchelei unterstellt

Christian Bommarius diagnostiziert der Linken im Kölner Stadtanzeiger ein „schwer beschädigtes Menschenrechtsverständnis“. Anlass ist der Aufruf gegen das Syrien-Embargo. Den Kommentar in voller Länge gibt es hier.

…dazu aus der jungen Welt die Erklärung des BAK AuF: http://www.jungewelt.de/2012/01-30/019.php und die üblichen Ausfälle: http://www.jungewelt.de/2012/01-21/003.php….da sollte sich dann jeder selber sein eigenes Bild machen…

..und hier ein Literaturhinweis: http://hpd.de/node/12802 (zum Antisemitismus in der Linken)

und einige Bemerkungen (Antwort auf junge Welt-Beitrag) von Christine Buchholz MdB: http://marx21.de/content/view/1610/32/