Die BO Valentin auf dem Fest der Linken

Die BO Valentin, bzw. einige ihrer Mitglieder, waren auch auf dem Fest der Linken. Praktischerweise findet das Fest mitten in „unserem Gebiet“ statt, wenn man so will. So war es zum Gelände der Kulturbrauerei für die meisten von uns auch nicht sehr weit. Ein durchmischtes Programm spiegelte die heterogene Linke wieder. Die Palette reichte von mäßig lustigen Eulenspiegel-Lesungen über Verbalradikalität mit Diether Dehm bis hin zum gewohnt großartigen Auftritt der Anarchistischen Musikwirtschaft, eine Abspaltung der Bolschewistischen Kurkapelle. Die Zwischenmoderationen, meist im Stile von amtlichen Reichsbahn-Durchsagen, machten dann ein weiteres Mal deutlich, dass die Linke wieder einmal einen neuen pluralistischen Aufbruch wagt. 

Interessant waren auch die Stände anderer Linksparteien aus der ganzen Welt, bis nach Kolumbien. Vielleicht haben wir es ja nur übersehen, aber wo war SYRIZA, immerhin die derzeitige Hoffnung der europäischen Linken?

Leider lassen sich auch unangenehme Traditionen wohl nicht so einfach brechen. Wo letztes Jahr die Zeitschrift „Rotfuchs“ – ein Organ, das sich an ewiggestrige DDR-Verherrlicher wendet und politisch genauso sinn- wie erfolglos ist – mit Angela Davies einen prominenten Gast heranschaffte und die damit verbundene Bühne gleich zu inakzeptablen grauenhaften Verharmlosung der DDR-Diktatur nutzte, ging es auch dieses Jahr wohl nicht ohne politische Perversitäten. Warum die KPD unbedingt einen Stand auf dem Fest der Linken samt Stalin-Porträt und Jubelschriften zur Nordkoreanischen Erbdiktatur erhalten musste, steht in den Sternen. Auch an die Präsenz von allerlei Stasi-Vereinen hat man sich ja schon gewöhnt und auch diesmal durfte an einem Stand wieder gegen die „politische Inhaftierung in der BRD“ gewettert werden. Glücklicherweise alles Randerscheinungen, auch auf dem Fest.

Alles in Allem war es eine schöne Sache. Auch wenn der Regen (ja, wir glauben daran, dass es nur der Regen war) für deutlich weniger Besuch als in den letzten Jahren sorgte. Vielleicht liegt es aber auch an den Preisen für Essen und Trinken auf dem Gelände, die wie gewohnt gepfeffert waren. Glücklicherweise befindet sich ein Supermarkt auf dem Gelände.

Übrigens hat die BO auf dem Weg zur großen Bühne zufällig auch unseren neuen Vorsitzenden Bernd Riexinger kennengelernt. Ein sehr freundlicher und sympathischer Mensch. Vielleicht wird es ja jetzt mal was.

(jw) 

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