Die gallischen Dörfer rufen zur Demo auf

"Erst wenn die letzte Eigentumswohnung verkauft, die letzte Dachetage ausgebaut und der letzte Freiraum zerstört ist, werdet ihr feststellen, dass unser Kiez die Kleinstadt geworden ist, aus der ihr geflohen seid!"

(Plakat am ehemaligen Klub der Republik)

Wir bleiben Alle!  Aufruf zur Demonstration am 27.4.2012 17:30 Wabe/Thälmann-Park ab 15:00 Kleinkunst, Musik und und…

Die gallischen Dörfer in Mitte, Prenzlauer Berg und Pankow und ihre UnterstützerInnen rufen auf, sich solidarisch und gemeinsam mit allen BewohnerInnen dem Verwertungswahnsinn, der Verdrängung den Sozialkürzungen und dem Club sterben entgegen zu stellen. Wir sehen nicht mehr tatenlos zu wie unsere Stadt zum Brettspiel für Investoren und Politiker geworden ist. Wir wollen keine aufgehübschte Plastikruine, in der wir nur noch existieren dürfen solange wir genug konsumieren! Wohn- und Kultur- und Sozialprojekte wie der Schokoladen, die Kastanie 85/86 und 77, das Subversiv in der Brunnen 6/7, die Linie 206, das Bandito Rosso in der Lottum, die schöne Christine, das Tacheles, die Wabe, das Dimi, Theater unterm Dach und nur noch weniges mehr stehen für Oasen inmitten durchgentrifizierter Viertel, in denen immer weniger Menschen mit wenig Einkommen eine Chance haben teilzuhaben. In diesen wenigen noch existierenden Freiräumen, die allerdings permanent bedroht sind, entsteht das was wir unter Zusammenleben verstehen.Wir bleiben Alle! - Demo gegen Kulturhalschlag. Für den Erhalt alternativer Projekte.

Dort kommt es zu Begegnungen unterschiedlichster Menschen, Austausch von Ideen, gemeinsamen Strategien um sich gegen die scheinbar übermächtigen Gegner der Immobilienbranche zu wehren. Hostels, Ferienwohnungen, Gated Communities, Luxussanierungen, teure Galerien und Boutiquen, identitätslose Touristenfresstempel, Imageprojekte, was sollen wir damit? Wir brauchen Läden für den alltäglichen Bedarf zu bezahlbaren Preisen, Mieten die sich auch Menschen mit geringem Einkommen oder Hartz IV EmpfängerInnen leisten können, Brachen und Lücken in der Bebauung zur Selbstgestaltung für Gärten, nichtkommerzielle Treffpunkte und unseren geliebten Johnny Cash Döner !!! Von den politischen Verantwortlichen dieser Stadt haben wir nichts zu erwarten. Sie haben in der Vergangenheit durch ihre fehlgeleitete Stadtentwicklungspolitik und ihrem rigorosem Verkauf von Grundstücken und Häusern den SpekulantInnen und InvestorInnen Tür und Tor geöffnet.

Die totale Verwertung und Kommerzialisierung diktiert den BewohnerInnen das alltägliche Leben und wer sich dass nicht mehr leisten kann muss gehen. SeniorInnen können sich das Leben in der Stadtmitte schon lange nicht mehr leisten obwohl sie in diesen Vierteln jahrzehntelang gelebt haben, Jugendliche suchen vergebens nach Jugendeinrichtungen. Ganz im Gegenteil arbeitet die „Sozial“politik Hand in Hand mit der Immobilienbranche indem sie keine Wohnberechtigungsscheine mehr raus rücken, Leistungen permanent kürzt, Zwangsumzüge forcieren und Immobilien in kommunaler Hand bereitwillig rausrückt. Über 30000 Hartz IV EmpfängerInnen zahlen jetzt schon drauf um sich ihre Wohnungen weiter leisten zu können und es werden immer mehr! Für ein Recht auf Stadt für alle !!! Gegen Sozialabbau, Vertreibung und Verwertungswahnsinn !!! Für ein selbstbestimmtes Leben… nehmen wir die Dinge selbst in die Hand!

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