Wissenschaftliche Stellungnahme zur Integrationsstudie

Die philosophische Fakultät der HU hat am Tag der Veröffentlichung der so genannnten Integrationsstudie eine erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen und der Konzeption verfasst.

Besonders auffällig ist der Mangel an Repräsentativität auf Grund z.T. zu geringer Fallzahlen, den die Forscher auch selber einräumen. Da fragt man sich doch, wie es sein kann, dass das Innenministerium eine (schätzungsweise nicht billige) Studie in Auftrag gibt, die dann auf Grund solcher banaler methodischer Schwächen an Repräsentativität einbüßt. [Zur Stellungnahme der HU-Wissenschaftler]

Dass die Studie einigermaßen für Wirbel sorgt, zeigen die Reaktionen der Verantwortlichen. Autoren werfen Innenminister Friedrich eine „völlige Verfälschung“ der Ergebnisse vor.. Dieser reagiert auf das „Gewitter“.

Da kommen sie aus ihren Löcher, gerufen von dieser unglaublichen „Studie“: Thilo Sarrazin in Bild: „Jeder soll so leben wie er möchte, aber nicht unbedingt bei uns.“- Stammtischgesabber auf dem Weg ins Feuilleton.

„Populismus macht jede Studie kaputt“

…und Jakob Jung meint: Lebenswelten junger Muslime: Umdeutung einer Studie durch BILD-Zeitung und Politik „Seit einigen Tagen ist die öffentliche Integrationsdebatte vor dem Hintergrund eines aktuellen Forschungsprojektes des Bundesinnenministeriums neu entfacht worden. Die BILD-Zeitung hatte die Untersuchung als „Schock-Studie“ bezeichnet, einen Teilaspekt herausgegriffen, umgedeutet und zur populistischen Hetze gegen Muslime in Deutschland missbraucht.“

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